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	<description>Eine analytische Betrachtung des Weltgeschehens</description>
	<pubDate>Sat, 19 Jul 2008 06:36:09 +0000</pubDate>
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		<title>Lügen gehört zum Geschäft</title>
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		<pubDate>Sat, 19 Jul 2008 06:36:09 +0000</pubDate>
		<dc:creator>backtalker</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>

		<category><![CDATA[Lügen]]></category>

		<category><![CDATA[Verkauf]]></category>

		<category><![CDATA[Verkäufer]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich bin gerade bei meiner Nachbarin zu Besuch, als es gleich zweimal klingelt – einmal am Telefon und einmal an der Tür. Sie deutet mir an, ich solle letztere öffnen.
„Guten Tag, ich bin Vertreter von der Firma XYZ.“
„Die Frau Simsalabim ist gerade noch am Telefon, aber sie sollte gleich fertig sein“, erwidere ich.
„Kein Problem. Ich [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:left;">Ich bin gerade bei meiner Nachbarin zu Besuch, als es gleich zweimal klingelt – einmal am Telefon und einmal an der Tür. Sie deutet mir an, ich solle letztere öffnen.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;">„Guten Tag, ich bin Vertreter von der Firma XYZ.“</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;">„Die Frau Simsalabim ist gerade noch am Telefon, aber sie sollte gleich fertig sein“, erwidere ich.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;">„Kein Problem. Ich will mir diese Zeit nehmen, das heisst, ich nehme mir diese Zeit, ich nehme mir diese Zeit gerne.“</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;">Ich verwickle ihn rasch in ein Gespräch über das Wetter, bevor er sich zu sehr in seinem eigenen Schleim verwickelt. Zu meiner Erleichterung erscheint Frau Simsalabim tatsächlich binnen kurzer Zeit und erlöst mich. Ich bleibe einen Moment stehen, verabschiede mich dann aber mit einem Kopfnicken.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;">„In diesem French Dressing ist nichts drin. Das heisst, es ist schon etwas drin, nur eben nicht dieses künstliche Zeugs“, höre ich beim Hinausgehen. <em>Man sollte diesen Mann für seinen Eifer belohnen, </em><span style="font-style:normal;">denke ich. Er versucht, ein guter Verkäufer zu sein. Die Betonung liegt auf „versucht“.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;"><span style="font-style:normal;">Idealerweise nennt ein Verkäufer </span><em>ehrlich </em><span style="font-style:normal;">die </span><em>durchdachten </em><span style="font-style:normal;">Vor- und Nachteile seines Produkts. Nicht so im Falle des besagten Vertreters. Frau Simsalabim erzählt mir im Nachhinein, der werte Herr hätte ihr Pulver-Bouillon empfohlen, weil man diese besser wiegen könne – wobei sie als erfahrene Hausfrau zutreffend bemerkt, dass nur ein penibler Korinthenkacker (verzeihen Sie bitte den groben Ausdruck) für eine Bouillon die Waage aus dem Küchenschrank holen würde.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;"><span style="font-style:normal;">Dieser Herr erfüllt sämtliche Klischees, die mir beim Thema „Verkäufer und Vertreter“ einfallen. Jeder Verkäufer findet sein eigenes Produkt wahnsinnig gut und benutzt es selbstverständlich jeden Tag – auch wenn ihm kein Mensch glaubt, dass er jeden Tag den zwei-Meter-Staubsauger aus dem Schrank hievt, um mal kurz ein paar Krümel vom Teppich zu saugen. Dabei findet er das Produkt nur deshalb gut, weil er es von seiner Firma zum halben Preis beziehen kann. Verkäufer lügen – ob zwanghaft oder aus einer inneren Verpflichtung gegenüber dem Arbeitgeber, ist mir nicht ganz klar. Klar ist nur: Lügen gehört zum Geschäft. Natürlich werden sich wenige Verkäufer so weit aus dem Fenster lehnen, dass sie eindeutige Unwahrheiten anbringen. Vielmehr werden sie den einen oder andern Nachteil verschweigen, dem Kunden (fast) immer zustimmen – egal, was er sagt – und sich überhaupt so benehmen, als litten sie unter einer akuten Schwäche des verbalen Schliessmuskels. Das erklärt dann auch, wie Sätze zustande kommen wie „Möchten Sie jetzt davon profitieren?“ oder „Lassen Sie sich diese einmalige Gelegenheit nicht entgehen!“</span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;"><span style="font-style:normal;">Oder wie es ein brillanter Verkäufer einst ausgedrückt hat: „Wenn der Kunde die Maschine unbedingt in rot haben will, ich aber keine rote mehr vorrätig habe – dann überzeuge ich ihn eben, dass einem Rot schnell langweilig wird und dass blau viel besser zu seinen Augen passt.“ Lügen gehört zum Geschäft.</span></p>
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		<title>Ja</title>
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		<pubDate>Thu, 17 Jul 2008 05:00:21 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wortjongleuse</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Künstlerisches]]></category>

		<category><![CDATA[Ja]]></category>

		<category><![CDATA[Lebenskunst]]></category>

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		<description><![CDATA[ 
Ich sage Ja zum Leben.
Ja zur versalzenen Suppe.
Ja zu den stinkenden Gerüchen der Grossstadt.
Ja zum angekohlten Frühstückstoast.
Ja zum verrückten Nachbarn, der immer in Reimen spricht.
Ja zum Regen, der als nasskalte Wand meine Sicht blockiert.
Ja zum verspäteten Zug.
Ja zum unmelodischen Gesang eines Strassenmusikers.
Ich sage Ja zu Kaugummis an der Schuhsohle.
Ja zu Abgasen.
Ja zu unfreundlichen Verkäufern.
Ja [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><address> </address>
<address>Ich sage Ja zum Leben.</address>
<address>Ja zur versalzenen Suppe.</address>
<address>Ja zu den stinkenden Gerüchen der Grossstadt.</address>
<address>Ja zum angekohlten Frühstückstoast.</address>
<address>Ja zum verrückten Nachbarn, der immer in Reimen spricht.</address>
<address>Ja zum Regen, der als nasskalte Wand meine Sicht blockiert.</address>
<address>Ja zum verspäteten Zug.</address>
<address>Ja zum unmelodischen Gesang eines Strassenmusikers.</address>
<address>Ich sage Ja zu Kaugummis an der Schuhsohle.</address>
<address>Ja zu Abgasen.</address>
<address>Ja zu unfreundlichen Verkäufern.</address>
<address>Ja zu einer vermantschten Banane in meiner Handtasche.</address>
<address>Ja zu Besoffenen, die nachts auf der Strasse unterwegs sind.</address>
<address>Verdammt, ich sage ja zu Schweissfüssen,</address>
<address>zu hässlichen Betongebäuden,</address>
<address>zum peinlich berührten Schweigen,</address>
<address>zum kalten Kaffee und einer straussenhaften Morgenfrisur.</address>
<address>Ich sage Ja zu all dem.</address>
<address>Ich sage Ja zum Leben.</address>
<address>Ja, ich will.</address>
<address> </address>
<address> </address>
<address> </address>
<p style="text-align:left;">Vielleicht finden Sie es verrückt, Ja zu den Dingen zu sagen, die uns das Leben unangenehm oder sogar schwer machen. Aber genau davon erzähle ich am liebsten. Damals war es furchtbar, dass ich morgens um drei mitten in Finnland bei grösster Kälte zwei Stunden ausharren musste und deswegen in ein stinkendes Fastfood-Lokal flüchtete, bis endlich der Nachtzug eintraf. Aber heute finde ich die Erinnerung daran grossartig. Es ist authentisch, es ist besonders - ganz anders als das Leben im Fernsehen, das doch oft so künstlich wirkt. Diese Dinge müssen nicht unbedingt unangenehm sein. Meine Fahrt zur Arbeit ist deswegen so besonders, weil ich dabei an einem Gebäude vorbei fahre, auf dem Tipps fürs Leben notiert sind - und jedes Mal nehme ich etwas davon mit. Meine Zwischenstation hält jedes Mal ein Abenteuer für mich bereit, weil ich beim Bahnhof des Flughafens umsteige und dort jeder Menge fremdländischen Reisenden begegnen, die den richtigen Zug suchen. Zu diesen Fahrten gehört aber auch, dass die Scheiben der Züge oft bis zur Undurchsichtigkeit zerkratzt sind, dass neben mir ein Kind quengelt, dass mir gegenüber jemand mit einer Abneigung gegen Deodorant sitzt - aber wäre das ganze Erleben ohne diese Dinge nicht vielmehr eine perfekt gemalte Kulisse aus dem Theater? Meine Pause ist deswegen so besonders, weil ich mir dann eine dieser riesigen Punschkugeln gönne und herzhaft hineinbeisse. Löffel sind was für Anfänger. Aber dazu gehören auch die Schokokrümel -  und dass ich dabei möglicherweise aussehe wie ein kleines Kind, das sich die Schokolade um den Mund schmiert. Manchmal ist das Leben doch herrlich unperfekt. Finden Sie nicht auch?</p>
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		<title>Süss-saure Trennungen und ranzige Beziehungen</title>
		<link>http://hominiden.wordpress.com/2008/07/15/suss-saure-trennungen-und-ranzige-beziehungen/</link>
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		<pubDate>Tue, 15 Jul 2008 19:36:44 +0000</pubDate>
		<dc:creator>backtalker</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>

		<category><![CDATA[Philosophisches und Nachdenkliches]]></category>

		<category><![CDATA[Beziehungstypen]]></category>

		<category><![CDATA[Beziehungen]]></category>

		<category><![CDATA[Dessert]]></category>

		<category><![CDATA[Fast Food]]></category>

		<category><![CDATA[Gourmet]]></category>

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		<description><![CDATA[Mögen Sie Dessert? Eine Crema Catalana, so süss – so schnell ist ihr guter Geschmack verflogen. Zurück bleibt nur ein bisschen Wehmut und ein latent schlechtes Gewissen (besonders, wenn Sie ein reales oder eingebildetes Gewichtsproblem haben sollten). Das Dessert mag zwischendurch gut sein – aber wenn Sie sich nur von Desserts ernähren, führt das irgendwann [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="margin-bottom:0;text-align:left;">Mögen Sie Dessert? Eine Crema Catalana, so süss – so schnell ist ihr guter Geschmack verflogen. Zurück bleibt nur ein bisschen Wehmut und ein latent schlechtes Gewissen (besonders, wenn Sie ein reales oder eingebildetes Gewichtsproblem haben sollten). Das Dessert mag zwischendurch gut sein – aber wenn Sie sich nur von Desserts ernähren, führt das irgendwann unter Garantie zu einem Herzinfarkt. Es gibt Menschen, die führen genau solche Beziehungen. Obwohl diese Verbindung den Namen „Beziehung“ gar nicht verdient. Es begegnen sich zwei Fremde, es verbringen zwei Fremde eine schnelle Nacht, es trennen sich zwei Fremde. Wenn es so viele Dessert-Menschen gäbe, wie die Medien uns weiss machen wollen, frage ich mich, weshalb ebendiese ihre Talkshows damit füllen können, Beziehungsprobleme zu diskutieren&#8230; Aber offensichtlich ist dies nicht der einzige Typus Relationis, der beim Menschen auftritt.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;">Fast Food ist voll im Trend – sagen diesmal nicht nur die Medien. Schnell gekocht, schnell gegessen, schnell verdaut. Schon wieder Hunger. Manchmal kommt man bei diesem Beziehungstyp das Gefühl, dass er kurz vor dem Verhungern steht. Und deswegen zum Schnellimbiss rennt und das erste bestellt, das irgendwie appetitlich aussieht. Die Beweggründe mögen verständlich sein. Aber einmal unter uns: Würden Sie auch dann Fast Food wählen, wenn Sie täglich und über Jahre immer genau das essen müssten? Das wäre nicht nur äusserst ungesund, es würde Ihnen bestimmt eines Tages verleiden – und vermutlich eher in näherer als in fernerer Zukunft.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;">Waren Sie schon einmal in einem Gourmet-Restaurant? Wenn nicht, sollten Sie das unbedingt einmal tun. Dort zu essen, ist ein purer Genuss. Als würde man noch einmal neu geboren und hätte die Kaskaden verschiedenster Geschmacksrichtungen noch nie probiert. Dasselbe Menu schmeckt auch nach dem dritten Mal immer noch einmalig und besonders. Immer wieder entdecke ich neue Nuancen in der Zusammensetzung, die mir bisher entgangen sind. Die Mahlzeiten sind eher klein – sie bestechen durch Qualität, nicht durch Quantität. Sie sättigen nicht nur durch Druck auf die Magenwände. Auf wundersame Weise fühlt man sich nach einer solchen Mahlzeit heiter und gelöst. Und es kommt nicht selten vor, dass später beim Einschlafen noch einmal ein Lächeln über mein Gesicht gleitet, wenn ich an die vergangenen Genüsse denke.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;">So stelle ich mir eine perfekte Beziehung vor. Dass man nie davon ausgeht, den andern bereits in- und auswendig zu kennen. Dass man sich immer wieder auf die Suche nach neuen Nuancen begibt und dabei erstaunt feststellt, dass es tatsächlich welche gibt. Theoretisch <em>kann </em><span style="font-style:normal;">diese Suche kein Ende finden – Menschen sind keine Statuen, die Persönlichkeit ist nicht in Stein gemeisselt. Wohl kaum einer ist derselbe Mensch, der er vor fünf Jahren war (und wenn doch, ist er sehr bedauernswert). Zu einem gewissen Grad ändert sich dadurch die Rezeptur, vielleicht fügt man etwas weniger Zucker hinzu, dafür etwas mehr Rosinen. Es wird sicherlich nie ein „perfektes“ Rezept sein – schon allein deswegen, weil ich nicht an Perfektion glaube. Man kann sie anstreben, aber nie erreichen. Aber es wird ein Rezept sein, dass nie langweilig wird und das einem beim Einschlafen ein Lächeln aufs Gesicht zaubert.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;"><span style="font-style:normal;">Hört man trotzdem auf, folgt unweigerlich der Alltag. Keine Spur mehr von den Genüssen eines Gourmets. Zurück bleibt ein Hamburger mit ranzigen Fritten. Die Beziehung stirbt einen langsamen, ranzigen Tod. Und das nur, weil einer oder beide Partner zu bequem geworden sind, aufwendig zu kochen. „Ein Hamburger tut es doch auch&#8230;“ Und irgendwann gibt es dann nicht einmal mehr diesen. Nur das Bratfett bleibt übrig.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;"><span style="font-style:normal;">Eine Beziehung ist ein Gericht, das jeden Tag neu gekocht wird. Möglicherweise ist die Mahlzeit an einem Tag zu sauer, zu salzig – aber das gehört dazu. Dann mischt man am nächsten Morgen die Zutaten neu, versucht es erneut. Es </span><em>ist </em><span style="font-style:normal;">anstrengend. Aber es lohnt sich.</span></p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/hominiden.wordpress.com/40/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/hominiden.wordpress.com/40/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/hominiden.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/hominiden.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/hominiden.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/hominiden.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/hominiden.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/hominiden.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/hominiden.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/hominiden.wordpress.com/40/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/hominiden.wordpress.com/40/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/hominiden.wordpress.com/40/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=hominiden.wordpress.com&blog=3507147&post=40&subd=hominiden&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Die Verführung 2</title>
		<link>http://hominiden.wordpress.com/2008/07/14/die-verfuhrung-2/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Jul 2008 11:33:40 +0000</pubDate>
		<dc:creator>wortjongleuse</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<category><![CDATA[Einleitung]]></category>

		<category><![CDATA[Verrücktsein]]></category>

		<category><![CDATA[Vorstellung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich möchte mich dem Motto meines Gastgebers anschliessen. Ich möchte Sie verführen. Vielleicht gelingt mir dies bereits in dieser Einleitung, vielleicht erst später. Aber Sie wissen ja: Verführungen gehen schleichend vonstatten, sie brauchen Zeit und Geduld. Ich habe beides.
Wenn Sie mich fragen würden, wie ich heisse, würde ich vielleicht meinen Namen nennen: Carola Vera. Vielleicht würde [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:left;">Ich möchte mich dem Motto meines Gastgebers anschliessen. Ich möchte Sie verführen. Vielleicht gelingt mir dies bereits in dieser Einleitung, vielleicht erst später. Aber Sie wissen ja: Verführungen gehen schleichend vonstatten, sie brauchen Zeit und Geduld. Ich habe beides.</p>
<p style="text-align:left;">Wenn Sie mich fragen würden, wie ich heisse, würde ich vielleicht meinen Namen nennen: Carola Vera. Vielleicht würde ich Ihnen aber auch antworten: Man nennt mich Nordwind, man nennt mich „die mit den Ameisen krabbelt“, man nennt mich oranger Farbklecks, man nennt mich „die Verrückte“. Und diese Namen treffen genauso zu wie der, der in meinem Pass steht.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;">Vielleicht würden Sie mich auch fragen, wie alt ich bin. Aber wissen Sie was? Mein Alter wechselt jeden Tag. Heute bin ich eine Fünfjährige, die energiegeladen gegen jede Wand donnert, die sie finden kann. Morgen bin ich achzig Jahre alt und frage mich, wieso ich morgens überhaupt aufstehen soll – und fühle mich dabei unglaublich erwachsen und erfahren. Und dann wieder bin ich ein Teenager und erlebe die Tage himmelhochjauchzend und zu Tode betrübt – und frage mich, wie ich die nächsten zwanzig Jahre in diesem Gefühlskarussel durchstehen soll.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;">Was würde ich Ihnen wohl antworten, wenn Sie mich nach meinem Beruf fragen? Richtig. Heute bin ich wedelschwingende Hausfrau, morgen bin ich die farbenfrohe Künstlerin, übermorgen bin ich die organisatorisch versierte Managerin meines Lebens. Das ist vielleicht die schönste Erkenntnis aus jahrelanger Erfahrung: Das Leben wandelt sich jeden Tag. Ich wandle mich jeden Tag. Alles andere wäre doch eine Spur zu langweilig, finden Sie nicht?</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;">Sie fragen sich vielleicht, ob ich wie mein verehrter Kollege ebenfalls im Bereich der Hominidenforschung tätig bin. Vielleicht bin ich das tatsächlich ein wenig. Aber ich möchte nicht nur die Menschen erforschen, sondern das ganze Leben. Wenn ich Glück habe, bringen meine Beiträge Sie sogar dazu, sich selbst zu erforschen. Mein nächster Beitrag wird Ihnen möglicherweise zeigen, was ich damit meine.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;">Ich möchte Sie verführen, in eine Welt voller Farben und Formen einzutauchen und das Leben von einer neuen Seite zu erfahren. Vielleicht können Sie mir irgendwann sagen, ob mir das gelungen ist&#8230; Vielleicht.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/hominiden.wordpress.com/34/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/hominiden.wordpress.com/34/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/hominiden.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/hominiden.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/hominiden.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/hominiden.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/hominiden.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/hominiden.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/hominiden.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/hominiden.wordpress.com/34/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/hominiden.wordpress.com/34/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/hominiden.wordpress.com/34/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=hominiden.wordpress.com&blog=3507147&post=34&subd=hominiden&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		</item>
		<item>
		<title>Gastautorin</title>
		<link>http://hominiden.wordpress.com/2008/07/14/gastautorin/</link>
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		<pubDate>Mon, 14 Jul 2008 11:25:42 +0000</pubDate>
		<dc:creator>backtalker</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<category><![CDATA[Ankündigung]]></category>

		<category><![CDATA[Gastautorin]]></category>

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		<description><![CDATA[Ab sofort möchte ich eine Gastautorin willkommen heissen. Sie wird hier für einige Zeit Beiträge verfassen. Eine klare zeitliche Beschränkung wurde nicht gegeben. Sie meinte nur, sie würde aufhören, wenn es keinen Spass mehr mache - was mich wiederum zu einer etwas sarkastischen Bemerkung über die heutige Spassgesellschaft verleitete. Aber Sarkasmus beiseite: Carola Vera ist&#8230; nun, nennen [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ab sofort möchte ich eine Gastautorin willkommen heissen. Sie wird hier für einige Zeit Beiträge verfassen. Eine klare zeitliche Beschränkung wurde nicht gegeben. Sie meinte nur, sie würde aufhören, wenn es keinen Spass mehr mache - was mich wiederum zu einer etwas sarkastischen Bemerkung über die heutige Spassgesellschaft verleitete. Aber Sarkasmus beiseite: Carola Vera ist&#8230; nun, nennen wir es &#8220;ausgefallen&#8221;. Sie werden bald sehen, was ich damit meine. Ich wünsche Ihnen weiterhin viel Spass beim Lesen unserer Beiträge. Und vergessen Sie nicht: Ihr Feedback ist herzlich willkommen.</p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/hominiden.wordpress.com/33/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/hominiden.wordpress.com/33/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/hominiden.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/hominiden.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/hominiden.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/hominiden.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/hominiden.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/hominiden.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/hominiden.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/hominiden.wordpress.com/33/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/hominiden.wordpress.com/33/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/hominiden.wordpress.com/33/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=hominiden.wordpress.com&blog=3507147&post=33&subd=hominiden&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<title>Checken Sie?</title>
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		<pubDate>Sat, 12 Jul 2008 19:19:16 +0000</pubDate>
		<dc:creator>backtalker</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<category><![CDATA[Information]]></category>

		<category><![CDATA[Informationsflut]]></category>

		<category><![CDATA[Check]]></category>

		<category><![CDATA[Mails]]></category>

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		<description><![CDATA[In einer Phase intensiver Selbstbeobachtung ist mir aufgefallen, wie oft ich eigentlich checke. Ich checke, ob neue Mails eingetroffen sind. Checke, ob in meinen favorisierten Weblogs schon neue Artikel veröffentlicht wurden. Checke, ob ein Kunde von mir endlich die gewünschte Information auf seiner Internetseite publiziert. Wenn ich gerade eine Pause habe, checke ich quer durch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:left;">In einer Phase intensiver Selbstbeobachtung ist mir aufgefallen, <em>wie </em><span style="font-style:normal;">oft ich eigentlich checke. Ich checke, ob neue Mails eingetroffen sind. Checke, ob in meinen favorisierten Weblogs schon neue Artikel veröffentlicht wurden. Checke, ob ein Kunde von mir endlich die gewünschte Information auf seiner Internetseite publiziert. Wenn ich gerade eine Pause habe, checke ich quer durch meine Lesezeichen, ob etwas Neues veröffentlicht wurde.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;font-style:normal;text-align:left;">Etwas Neues. Wie viel Neues kann meine Mailbox wohl bieten, wenn ich im fünf-Minuten-Takt auf den Senden/Empfangen-Button drücke? Nicht viel. Meistens eine Enttäuschung. Es ist ungefähr so wie beim einarmigen Banditen – jeder Treffer ist reine Glückssache. Blogger veröffentlichen genauso wenig alle fünf Minuten ihre Artikel wie Webmaster ihre Seite in derselben Zeitspanne ständig ändern. Dennoch checke ich – checken wir. Ich gehe davon aus, dass ich mit diesem Phänomen nicht alleine da stehe. Gewisse Emailanbieter bieten sogar ein kleines Fenster mit einem Smiley, auf das der Check-Süchtige dann jede Minute klicken kann – wenn er es genau wissen will.</p>
<p style="margin-bottom:0;font-style:normal;text-align:left;">Weshalb checken wir? Ich möchte eine kollektive Zwangsneurose vorerst ausschliessen, auch wenn wir sicherlich nicht allzu weit davon entfernt sind.</p>
<p style="margin-bottom:0;font-style:normal;text-align:left;">Es geht darum, uns abzusichern, dass wir nichts verpassen, dass uns nichts entgeht. Der Fluch des Informationszeitalters. Angenommen, Sie lesen den Blog-Artikel (oder was auch immer) erst morgen. Was passiert in Ihnen? Genau: Sie verlieren die Lust daran. Der Artikel ist alt. Er ist von gestern. Lesen Sie die Zeitung von gestern? Ich nicht. Wissen Sie noch, was vor zwei Wochen in der Zeitung stand? Vermutlich nicht. Sofern nicht etwas wirklich Weltbewegendes passiert ist. Das ganze erinnert mich an eine Magen-Darm-Grippe. Wir saugen die neusten Informationen in uns ein, als gäbe es morgen nichts mehr zu Essen – und scheiden sie unverdaut wieder aus.</p>
<p style="margin-bottom:0;font-style:normal;text-align:left;">Eine Bekannte hat mir kürzlich gesagt: „Wir haben fast alle einen Stapel ungelesener Bücher auf unserem Tisch. Und weisst du, wieso? Weil wir denken, dass sie unser Leben verändern können.“ Vielleicht hoffen wir tatsächlich, dass wir in irgendeinem Buch, einem Weblog, irgendwo im Netz <em>die </em>Information finden, die unser Leben zum Besseren verändert. Den meisten von uns wird das nicht passieren. Nicht, weil in Büchern oder im Internet keine Informationen stehen würden, die unser Leben verändern könnten. Sondern, weil diese durch unsere Gedärme huschen, ohne ihre Nährwerte abzugeben. Wenn wir so wollen, leidet die heutige Gesellschaft an einem kollektiven Informationsdurchfall. Vielleicht wäre es sinnvoll, die Lektüre von welchem Medium auch immer zu reduzieren und statt dessen die gelesenen Informationen in irgendeiner Weise zu verwerten. Sei es, dass sie neue Gedanken anregen, uns in eine bestimmte Stimmung versetzen oder tatsächlich unser Leben verändern. Die erwähnte Bekannte hat damit angefangen, für sie wichtige Informationen auf Karteikarten zu schreiben, die sie immer mal zwischendurch wieder zur Hand nimmt. Vielleicht möchten Sie diese Methode auch einmal ausprobieren? Ein Versuch ist es allemal wert. Wenn Sie weitere Ideen oder Vorschläge haben, wie sich die Informationsverdauungsstörungen bekämpfen lassen, nutzen Sie doch einmal die Kommentarfunktion dieses Blogs. Sorgen Sie sich nicht darum, dass sie ebendiese Störung damit fördern könnten. Bei unseren täglichen dünnflüssigen Informationsmengen könnten ein paar hochwertige Ratschläge mit Elektrolyten vielleicht sogar nützen&#8230; Die Betonung dieses Satzes liegt auf dem Wort &#8220;vielleicht&#8221;. Denn im Gegensatz zu Medikamenten, bei denen die innere Einstellung eine kleine Rolle spielt, beschränkt sich die Nützlichkeit dieser Ratschläge auf den Willen des Lesers, diese umzusetzen.</p>
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		<title>Der Knuschti</title>
		<link>http://hominiden.wordpress.com/2008/07/02/der-knuschti/</link>
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		<pubDate>Wed, 02 Jul 2008 14:26:25 +0000</pubDate>
		<dc:creator>backtalker</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Erlebtes und Erfahrenes]]></category>

		<category><![CDATA[belauschte Gespräche]]></category>

		<category><![CDATA[Alpöhi]]></category>

		<category><![CDATA[Anmache]]></category>

		<category><![CDATA[Zugfahrt]]></category>

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		<description><![CDATA[Zum heutigen sonnigen Tag möchte ich Ihnen folgendes kleines Erlebnis schildern:
Ich war auf einer längeren Fahrt unterwegs. Für einmal nicht in einem dieser modernen, klimatisierten Zügen, sondern in einem alten Wagen mit gestreiften, knarrenden Sitzen und Fenstern, die man öffnen kann - und die an einem heissen Tag wie heute auch offen standen.
&#8220;Ist hier noch [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Zum heutigen sonnigen Tag möchte ich Ihnen folgendes kleines Erlebnis schildern:</p>
<p>Ich war auf einer längeren Fahrt unterwegs. Für einmal nicht in einem dieser modernen, klimatisierten Zügen, sondern in einem alten Wagen mit gestreiften, knarrenden Sitzen und Fenstern, die man öffnen kann - und die an einem heissen Tag wie heute auch offen standen.</p>
<p>&#8220;Ist hier noch frei?&#8221;, fragt ein Mann in kreischend buntem Hemd - eine Symphonie in marineblau und dunkelorange, die nur noch von seinem Alpöhi-Chäppi getoppt wird. Nicht zu vergessen die ultramodernen Gummi-Zoccheli und die hippen Hopperhosen.</p>
<p>Sie nimmt ihre Füsse vom Sitz.</p>
<p>&#8220;Jetzt können Sie Ihre Füsse aber nicht mehr oben haben&#8221;, sagt er - scheinbar bedauernd. Mir kommt der verwerfliche Gedanke, dass er es nur bedauert, weil die Dame einen etwas kurzen Rock trägt - aber ich möchte diesem armen älteren Herrn keine unredlichen Absichten unterstellen.</p>
<p>&#8220;Macht nichts&#8221;, erwidert sie ein wenig verlegen. Sie vertieft sich in die Lektüre ihrer Zeitung.</p>
<p>&#8220;Dann habe ich Ihnen also nicht einmal etwas Böses getan, wenn es Ihnen nichts ausmacht?&#8221;, fragt er - das Offensichtliche als Witz tarnend, der himmwelweit ins Leere schiesst.</p>
<p>&#8220;Nein&#8221;, antwortet sie. Liest weiter.</p>
<p>Er packt ein Sandwich aus und beginnt, zu essen.</p>
<p>&#8220;En guete&#8221;, wünscht sie ihm.</p>
<p>&#8220;Danke! Da könnte man gleich Hunger bekommen, was?&#8221; Er lacht meckernd.</p>
<p>&#8220;Ja&#8230;&#8221; Blick zur Zeitung.</p>
<p>&#8220;Sie dürfen gerne abbeissen, wenn Sie mögen!&#8221;</p>
<p>&#8220;Ach - nein, danke, ist schon gut.&#8221; Sie lächelt verlegen. Wendet sich wieder der Zeitung zu. Ich frage mich, ob sie überhaupt schon vier zusammenhängende Sätze lesen konnte. Vielleicht liest sie ja schnell&#8230;</p>
<p>Er fragt sie aus, wohin sie fährt, wo sie wohnt und so weiter. Sie gibt bereitwillig Auskunft.</p>
<p>Als er ihr die Packung mit dem Fleischkäse entgegen hält, denke ich, er will ihr schon wieder etwas anbieten. Aber offenbar macht er sie nur darauf aufmerksam, dass auf ihre Knie ein paar Krümel gefallen sind - sehr aufmerksam von ihm.</p>
<p>Sie lächelt wieder und wischt sich die Knie sauber.</p>
<p>&#8220;Macht nichts&#8221;, sagt sie. Ich frage mich in dem Moment, ob sie dasselbe gesagt hätte, wenn <em>er </em>ihr die Knie sauber gewischt hätte&#8230;</p>
<p>Die Zeitung ist zu Ende gelesen. Ein deutliches Zeichen für ihn. Jetzt kann er anfangen, zu erzählen. Beziehungsweise zu schreien, weil wir inzwischen durch einen langen Tunnel fahren und man sein eigenes Wort nicht mehr versteht - geschweige denn, das von anderen. Er erzählt. Und erzählt. Von Chüngeli und anderen Hobbys, denen Pensionäre noch so nachgehen. Wo er wohnt. Was er alles so tut. Ich bin mir aber ziemlich sicher, dass sein Hobby nicht gerade im Bereich der Haustiere liegt&#8230;</p>
<p>Die Dame verabschiedet sich schliesslich - ein wenig erleichtert, wie mir scheint. Dabei wäre es kein Problem für sie gewesen, dieser Konversation auszuweichen, was offensichtlich in ihrem Sinn gewesen wäre.</p>
<p><em>Macht nichts, </em>denke ich bei mir. Und: <em>Selbst schuld. </em></p>
<p>Als der Alpöhi sich mir zuwenden will, stecke ich mir gerade die Stöpsel meines IPods in die Ohren und vertiefe mich ausgiebig in die Lektüre meiner Agenda&#8230;</p>
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		<title>Sicher sicher</title>
		<link>http://hominiden.wordpress.com/2008/06/27/sicher-sicher/</link>
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		<pubDate>Fri, 27 Jun 2008 17:41:17 +0000</pubDate>
		<dc:creator>backtalker</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>

		<category><![CDATA[Philosophisches und Nachdenkliches]]></category>

		<category><![CDATA[Sicherheit]]></category>

		<category><![CDATA[Verkehr]]></category>

		<category><![CDATA[Versicherung]]></category>

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		<description><![CDATA[Ist Ihnen schon aufgefallen, dass es in unseren Postautos Sicherheitsgurte gibt? Sie glauben mir nicht? Sehen Sie bei Gelegenheit selbst nach. Sie sind da. Es benutzt sie nur keiner – denn das wäre schliesslich „uncool“.
Selina ist ein junges Mädel. Sie hat wunderschöne Locken und sieht nicht ein, dieselben mit einem Motorradhelm zu verschandeln. Obwohl sie [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p>Ist Ihnen schon aufgefallen, dass es in unseren Postautos Sicherheitsgurte gibt? Sie glauben mir nicht? Sehen Sie bei Gelegenheit selbst nach. Sie sind da. Es benutzt sie nur keiner – denn das wäre schliesslich „uncool“.</p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify">Selina ist ein junges Mädel. Sie hat wunderschöne Locken und sieht nicht ein, dieselben mit einem Motorradhelm zu verschandeln. Obwohl sie bereits einmal überlebt hat, weil sie den besagten Helm aus Witterungsgründen <em>ausnahmsweise </em><span style="font-style:normal;">trug. Aus verhindertem Schaden wird man offenbar nicht ganz so klug wie aus tatsächlich erlebtem.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-style:normal;">Jeanne </span><em>ist </em><span style="font-style:normal;">aus ihrem Schaden klug geworden, nachdem sie die umwerfende Erfahrung gemacht hatte, sich mit gebrochenem Kiefer für zwei Monate durch ein Röhrchen zu ernähren – weil sie sich als Fahrradfahrerin von einem Motorrad hatte ziehen lassen.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-style:normal;">Nun gut, werden Sie sagen, es gibt offensichtlich einige reelle Gefahren in unserem Alltag und noch offensichtlicher sind wir zu dumm, uns dagegen zu schützen. Na und? Weshalb die moralische Latte aufhängen, es interessiert sowieso keinen. Damit haben Sie natürlich Recht.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-style:normal;">Was mich etwas verwirrt, ist der Widerspruch, wenn wir statt dessen jedes Jahr die Vogelgrippe aufrollen, uns immer mal wieder Gedanken um den Feinstaub in unseren Lungen machen und uns innerlich gegen die bösartigen Weberknechte und Rotdornspinnen wappnen, die schon bald in ihrer Anzahl die Bevölkerungsdichte der Schweiz übersteigen werden. Es ist zu befürchten, dass bei uns bald amerikanische Verhältnisse herrschen werden, wo auf jeder Müslipackung steht: „Bitte konsultieren Sie den Beipackzettel und fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“, wo gestandene Männer Angst vor einem zahmen </span><em>Eichhörnchen </em><span style="font-style:normal;">zeigen, weil es tüllwütig sein könnte – wo Stühle (deutlich als solche angeschrieben) nur zum Sitzen gebraucht werden dürfen – for your safety.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-style:normal;">Sie sehen bestimmt mein Problem mit einer leichten „Misskalkulation“ bezüglich des tatsächlichen Risikos, wenn sich jemand jedes Jahr gegen die schlimmsten siebzehn Erkrankungen impfen lässt und zum Ausgleich mit 300km/h ohne Sicherheitsgurt auf der Autobahn fährt. Wussten Sie übrigens, dass der Durchschnittschweizer mehr Geld für Versicherungen ausgibt als für sein Essen? Wenn nicht, wissen Sie es jetzt. Und nicht nur das, jetzt können Sie sich bestimmt auch vorstellen, wieso&#8230;</span></p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/hominiden.wordpress.com/28/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/hominiden.wordpress.com/28/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/hominiden.wordpress.com/28/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/hominiden.wordpress.com/28/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/hominiden.wordpress.com/28/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/hominiden.wordpress.com/28/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/hominiden.wordpress.com/28/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/hominiden.wordpress.com/28/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/hominiden.wordpress.com/28/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/hominiden.wordpress.com/28/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/hominiden.wordpress.com/28/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/hominiden.wordpress.com/28/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=hominiden.wordpress.com&blog=3507147&post=28&subd=hominiden&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>Die Farbe Rosa</title>
		<link>http://hominiden.wordpress.com/2008/06/20/die-farbe-rosa/</link>
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		<pubDate>Fri, 20 Jun 2008 13:52:01 +0000</pubDate>
		<dc:creator>backtalker</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

		<category><![CDATA[Gesellschaftskritik]]></category>

		<category><![CDATA[Farben]]></category>

		<category><![CDATA[Pink]]></category>

		<category><![CDATA[Rosa]]></category>

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		<description><![CDATA[Ich werde beim Bundesamt für Geschmacksfragen (das es meiner Meinung nach unbedingt geben sollte) einen Antrag stellen, die Farbe Rosa zu verbieten. Die Begründung finden Sie in den folgenden Absätzen. Sollten Sie ein Vertreter der besagten staatlichen Einrichtung sein, dürfen Sie diesen Text gerne als Diskussionsgrundlage verwenden.
Dass kleine Mädchen in rosa niedlich aussehen, ist keine [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p style="text-align:left;">Ich werde beim Bundesamt für Geschmacksfragen (das es meiner Meinung nach unbedingt geben sollte) einen Antrag stellen, die Farbe Rosa zu verbieten. Die Begründung finden Sie in den folgenden Absätzen. Sollten Sie ein Vertreter der besagten staatlichen Einrichtung sein, dürfen Sie diesen Text gerne als Diskussionsgrundlage verwenden.</p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;">Dass kleine Mädchen in rosa niedlich aussehen, ist keine Frage. Die Frage ist, wieso denn sämtliche Nachkommen weiblichen Geschlechts dieselbe uniforme Kleidung tragen müssen. Ist dies ein blosser Akt der Verzweiflung seitens der Eltern, um nicht jedem zweiten Passanten erklären zu müssen, dass es sich hier <em>nicht </em><span style="font-style:normal;">um einen kleinen Jungen handelt? Oder sollen hier zukünftige Generationen zu Fashion-Victims herangezogen werden?</span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;"><span style="font-style:normal;">Sie mögen einwenden, dass es auch Männer gibt, die diese Farbe tragen. Es mag die Option eines beinahe farblosen Rosas geben, die von meiner Seite nicht auf Ablehnung stösst. Alles andere ist nichts als eine Demonstration des eigenen Geschmacks, der nicht dem allgemeinen Konsens entspricht. Oder die Demonstration einer männlichen Wesensart – was jedoch zumindest in einigen Fällen nicht beabsichtigt sein dürfte. Dies mag zum Teil das Resultat einer kulturellen Prägung meinerseits mit hellblauer Farbe sein, aber Sie werden gleich sehen, dass auch Frauen meiner Meinung nach diese Farbe meiden sollten.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;"><span style="font-style:normal;">Jüngere Frauen wirken durch diese Farbe, als seien sie der entsprechenden kindlichen Phase noch nicht entwachsen oder als litten sie unter einer schweren Form der Farbenblindheit, kombiniert mit einem übermässig vorhandenen Modebewusstsein. Auch hier plädiere ich, wenn unbedingt nötig, für das farblose Rosa. Unglücklicherweise wird in diesen Kreisen oft das Gegenteil getan, nämlich die grössere Schwester, das Pink, zu verwenden. Damen fortgeschrittenen Alters dagegen unternehmen einen nur allzu offensichtlichen Versuch, die Assoziation der Farbe mit der kindlichen Wesensart als Verjüngungskur zu nutzen – was oft genug den gegenteiligen Effekt hat. Auch hier plädiere ich für eine farblose Variante.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;"><span style="font-style:normal;">Sie sehen, die Farbe Rosa sollte dringendst unterbunden werden. Da es das Bundesamt für Geschmacksfragen aber nicht gibt und ich meinen Antrag daher auch nicht versenden kann, wird sie wohl weiterhin ihren Einzug in unser Alltagsleben halten. Sie können jedoch mit helfen, diese Farbe endlich auszurotten. Meiden Sie sie, wo sie nur können. Sollten Sie ihr dennoch begegnen, sehen Sie nicht hin. Informieren Sie ihre Freunde und Verwandten von der Gefahr, die von dieser Farbe ausgeht. Und für den Notfall können Sie ein Färbemittel in Ihrem Wäscheschrank bereit halten – idealerweise schwarz.</span></p>
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;">
<p style="margin-bottom:0;text-align:left;">Anmerkung: Dieses Bild ist mir kürzlich unterkommen und es illustriert wunderbar meine Aussagen: <a title="Link in Pink" href="http://discovalante.wordpress.com/2008/07/15/pretty-in-pink/" target="_blank">http://discovalante.wordpress.com/2008/07/15/pretty-in-pink/</a></p>
<img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/categories/hominiden.wordpress.com/27/" /> <img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/tags/hominiden.wordpress.com/27/" /> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gocomments/hominiden.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/comments/hominiden.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godelicious/hominiden.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/delicious/hominiden.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/gostumble/hominiden.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/stumble/hominiden.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/godigg/hominiden.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/digg/hominiden.wordpress.com/27/" /></a> <a rel="nofollow" href="http://feeds.wordpress.com/1.0/goreddit/hominiden.wordpress.com/27/"><img alt="" border="0" src="http://feeds.wordpress.com/1.0/reddit/hominiden.wordpress.com/27/" /></a> <img alt="" border="0" src="http://stats.wordpress.com/b.gif?host=hominiden.wordpress.com&blog=3507147&post=27&subd=hominiden&ref=&feed=1" /></div>]]></content:encoded>
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		<item>
		<title>&#8220;Es ist vorbei&#8221;</title>
		<link>http://hominiden.wordpress.com/2008/06/14/es-ist-vorbei/</link>
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		<pubDate>Sat, 14 Jun 2008 11:27:34 +0000</pubDate>
		<dc:creator>backtalker</dc:creator>
		
		<category><![CDATA[Allgemeines]]></category>

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		<description><![CDATA[Träume sind etwas Wunderbares, nicht wahr? Man kann sich aufs Sofa legen, die Augen schliessen und&#8230; träumen. Und dann geht man wieder zum Alltag über. Sie tun einem nicht weh, sie machen einem keine Angst und sie bringen einen auch nicht dazu, etwas zu riskieren. Natürlich, eines Tages werde ich sicher einmal&#8230; setzen Sie ein, [...]]]></description>
			<content:encoded><![CDATA[<div class='snap_preview'><br /><p><span style="font-size:small;">Träume sind etwas Wunderbares, nicht wahr? Man kann sich aufs Sofa legen, die Augen schliessen und&#8230; träumen. Und dann geht man wieder zum Alltag über. Sie tun einem nicht weh, sie machen einem keine Angst und sie bringen einen auch nicht dazu, etwas zu riskieren. Natürlich, <em>eines Tages </em><span style="font-style:normal;">werde ich sicher einmal&#8230; setzen Sie ein, was Ihnen beliebt. Paragliding ausprobieren, zum Nordpol reisen, eine neue Arbeitsstelle suchen oder einfach eine neue Eissorte probieren.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-size:small;"><span style="font-style:normal;">Wissen Sie, ich habe das vor kurzem auch noch so gehandhabt. Aber dann habe ich Susannes Geschichte gehört. Susanne war mit einem zehn Jahre älteren Mann verheiratet. Als sie dann 63 war, beschloss sie, sich frühpensionieren zu lassen, damit sie beide ihre gemeinsame Zeit noch geniessen konnten. Sie hatten Pläne gemacht, was sie alles machen wollten, wenn es erst soweit sein würde. Und dann war es tatsächlich soweit. Tag x. Sie trat in den Ruhestand ein. Nicht eine Woche dauerte es, da wurde ihr Mann wegen eines Schlaganfalls ins Krankenhaus eingeliefert. Und verstarb kurze Zeit später bei einem weiteren Anfall.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-size:small;"><span style="font-style:normal;">Sie hat es mir nicht gesagt, aber ich kann mir vorstellen, was sie damals gedacht hat. „Wenn ich das gewusst hätte, hätte ich das Zusammensein mit ihm noch viel mehr ausgekostet, wir hätten diese Reise nach Italien noch gemacht und wir hätten&#8230;“ Hätte. Ich kann nachfühlen, wie es einem Menschen geht, der auf eine Reihe verpasster Chancen zurückblicken muss. Ich kann mich nicht erinnern, woher das folgende Zitat stammt, aber es trifft wohl den Kern des ganzen:</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-size:small;"><span style="font-style:normal;">Wir bereuen selten die Dinge, die wir getan haben, sondern viel mehr die, die wir nicht gewagt haben.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-size:small;"><span style="font-style:normal;">Träume sind etwas Wunderbares, nicht wahr? Sie sind so wunderbar, dass sie real werden sollten. Ich habe es vor einiger Zeit schon einmal erwähnt: Mein Alptraum ist es, achtzig oder neunzig zu werden – und von der Endgültigkeit dieser Aussage getroffen zu werden: „Es ist vorbei.“ Und nichts in meinen Taschen zu haben als ein sicheres, behütetes, aber alltägliches Leben ohne Höhepunkte und Tiefen.</span></span></p>
<p style="margin-bottom:0;" align="justify"><span style="font-size:small;"><span style="font-style:normal;">Deswegen werde ich demnächst meinen eigenen Sprung in die Tiefe wagen. An einem Paraglidingschirm.</span></span></p>
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